Green-Economy Nachrichten
Hier finden sie die neusten Nachrichten aus dem Bereich Green-Economy
![]() | Berlin - Die zunehmend auftretenden Probleme bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks haben zu Recht zu Warnrufen von Seiten der betroffenen Akteure geführt. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), in dem Windpark- und Netzbetreiber engagiert sind, hat nun in einer Stellungnahme Vorschläge für einen besseren Ablauf der Planungen vorgelegt. Diese können nach Auffassung des Branchenverbandes zu einem deutlich effizienteren und strukturiertem Ausbau der für die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung wichtigen Offshore-Windenergie führen. "Grundlage dieser besseren Planung sollte eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sein. Die Pflicht, Anschlussleitungen zu errichten, muss von den Terminplanungen einzelner Offshore-Windparks entkoppelt werden. Dafür müsste der bereits im Energiewirtschaftsgesetz vorgesehene Offshore-Netzplan eine längerfristig ausgelegte Planungsstruktur bekommen und somit eine ganzheitliche Ausbauplanung ermöglichen. Das Ergebnis wäre ein für alle Akteure verbindliches Planungsinstrument, das Terminierung, Kapazitätsauslegung und Reihenfolge für die Errichtung der Cluster-Anschlüsse klar regelt", erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Schließlich müsse es auch gelingen, die Onshore-Aktivitäten mit den Offshore-Aktivitäten schlüssig aufeinander abzustimmen, so Müller. Dafür biete es sich an, den Planungszeitraum im Rahmen eines Zehn-Jahres-Netzplans für Offshore-Parks festzulegen. Derzeit kann die Netzanbindung erst zu einem Zeitpunkt in Angriff genommen werden, zu dem die Planung[...] |
![]() | Wiesbaden - Das Portfolio der Bürgerwindaktie ABO Invest hat im Kalenderjahr 2011 rund 5 Prozent mehr Strom produziert als prognostiziert. Die Mehrerträge summieren sich auf mehr als drei Millionen Kilowattstunden. Die Gesellschaft besitzt aktuell 34 Windenergie- sowie eine Biogasanlage mit zusammen 67,8 Megawatt Nennleistung. Davon produzierten zu Beginn des Vorjahres 24,4 Megawatt für die ABO Invest. Bis Ende 2011 wuchs die sich in Betrieb befindliche Nennleistung des Portfolios auf 58,6 Megawatt. Der mit 32,5 Megawatt größte Windpark des Portfolios ist im September 2011 im irischen Glenough in Betrieb genommen worden – später als zunächst geplant. Wie für die Anlaufphase eines Windparks üblich, war die Verfügbarkeit der 13 irischen Windenergieanlagen in den ersten Betriebswochen eingeschränkt. Dennoch hat Glenough die Planzahlen auf Anhieb übertroffen: Zwischen Oktober und Dezember 2011 produzierte der Park rund zehn Prozent mehr Strom als prognostiziert. Zudem liefen der Windpark im fränkischen Repperndorf sowie der im französischen Cuq (Departement Tarn et Garonne) jeweils geringfügig über Prognose. Die Biogasanlage Samswegen (Sachsen-Anhalt) hat eine Punktlandung hingelegt. Dagegen blieben die Windparks im nordrhein-westfälischen Broich sowie in Düngenheim und Kloppberg (beide Rheinland-Pfalz) hinter den Erwartungen zurück. Bei der Kloppberger Anlage (Baujahr 1998) führte zudem ein Austausch des Getriebes zu Einbußen. In der Summe produzierte das Portfolio 4,9 Prozent mehr Strom. Das Plus führt Dr. Jochen Ahn, Vorstand der ABO Invest, auf die konservativen[...] |
![]() | Leipzig - Am Spotmarkt der European Energy Exchange fand heute die zweite Primärmarktauktion von europäischen Emissionsberechtigungen (EUA) im Auftrag von Litauen, gemäß der Vereinbarung des litauischen Umweltministeriums und der EEX vom 28. November 2011, statt. Die Menge von 850.000 EUA wurde wie geplant versteigert. Die Summe der Kaufgebote belief sich auf insgesamt 6.089.000 EUA. Damit wurde mehr als das 7-fache der Auktionsmenge nachgefragt. 6 Unternehmen nahmen an der Auktion teil, in der der Preis mit 7,46 Euro/EUA festgestellt wurde. Zum Zeitpunkt der Auktion lag der Referenzpreis im Sekundärhandel am EEX-Spotmarkt bei 7,45 Euro/EUA. Im Auftrag des litauischen Umweltministeriums wurden am Spotmarkt der EEX bislang in zwei Auktionen 1,7 Millionen EUA versteigert. Darüber hinaus hat das litauische Ministerium den Vertrag mit der EEX verlängert und die Börse mit der Versteigerung einer zusätzlichen Menge von 850.000 EUA beauftragt. Der Zeitpunkt der Auktion wird noch festgelegt und mindestens einen Monat im Voraus bekanntgegeben. Gemeinsam bieten EEX und Eurex ihren Teilnehmern eine Plattform zum Handel mit Emissionsberechtigungen. Im Rahmen dieser Kooperation, die im Dezember 2007 startete, können Eurex-Teilnehmer über ihre bestehende Infrastruktur und einen vereinfachten Zulassungsprozess die an der EEX gelisteten Terminprodukte für Emissionsberechtigungen handeln. |
![]() | Im nordafrikanischen Wüstensand nimmt die Zukunftsvision der DESERTEC Foundation, die Menschheit mit sauberem Strom aus den Wüsten der Erde zu versorgen, konkrete Formen an. Diese Zukunft beginnt in der Sahara-Wüste Tunesiens mit dem Projekt "TuNur". YouTube Video: www.youtube.com/desertecchannel Mit Hilfe tausender Spiegel werden die solarthermischen Kraftwerke des TuNur Projektes die tunesische Sonne bündeln und mit ihrer Wärme bis zu 2 Gigawatt Strom erzeugen – etwa die doppelte Menge eines durchschnittlichen Kernkraftwerkes. Der Projektentwickler Nur Energie und seine tunesischen Partner, unter der Leitung von Top Oilfield Services, planen den Bau in mehreren Phasen. Der Spatenstich der ersten Bauphase ist für das Jahr 2014 geplant – schon zwei Jahre später soll der erste Strom durch eine verlustarme Leitung über Italien nach Europa fließen. Die Solartürme werden auf minimalen Wasserverbrauch ausgelegt. Statt konventioneller Wasserkühlung kommt ein Luftkühlungssystem zum Einsatz. Die DESERTEC Foundation unterstützt TuNur und sieht es aus folgenden Gründen als vorbildliches Pilotprojekt für weitere Solar- und Windkraftprojekte in der Sahara: Bei TuNur soll möglichst viel vor Ort gefertigt werden, was insbesondere dem Süden Tunesiens im Landesinneren zu Gute kommen wird – eine Region, die auch für die tunesische Regierung immer mehr in den Mittelpunkt für wirtschaftliche Entwicklung rückt. Bau und Betrieb des Projektes sollen bis zu 20 000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen. Zudem[...] |
![]() | Wiesbaden - Im Jahr 2010 wurden 41,7 Millionen Tonnen Abfälle in Feuerungsanlagen und thermischen Abfallbehandlungsanlagen verbrannt und 34,6 Millionen Tonnen auf Deponien abgelagert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag somit das zweite Jahr in Folge die verbrannte Abfallmenge über der deponierten Abfallmenge. Damit setzt sich der Trend fort, Abfälle weiter zu behandeln oder zu verbrennen, statt sie zu lagern. Insbesondere die Verbrennung in Feuerungsanlagen hat an Bedeutung gewonnen. 2010 wurden hier 17,3 Millionen Tonnen Abfälle eingesetzt, dies entspricht einem Zuwachs von 17 % gegenüber 2009. Feuerungsanlagen dienen in erster Linie der Energieerzeugung oder anderen Produktionszwecken und setzen dabei Abfälle als zusätzlichen oder alleinigen Brennstoff ein. Die Steigerung im Berichtsjahr wurde unter anderem durch die Inbetriebnahme von neuen Ersatzbrennstoffkraftwerken verursacht. Der größere Teil der verbrannten Abfälle ging jedoch weiterhin an thermische Abfallbehandlungsanlagen. Diese dienen vor allem dazu, das Schadstoffpotenzial von Abfällen zu beseitigen. Die dort verbrannte Menge lag im Jahr 2010 mit 24,3 Millionen Tonnen um 3 % über dem Vorjahreswert. Die sinkende Tendenz bei den deponierten Abfallmengen (- 2,3 % gegenüber 2009) setzt einen Trend fort, der seit etwa 20 Jahren zu beobachten ist. Deponiert werden hauptsächlich Bau- und Abbruchabfälle (19,7 Millionen Tonnen), Abfälle aus thermischen Prozessen (6,9 Millionen Tonnen) und Abfälle, die bei der Abfall- oder Abwasserbehandlung entstanden sind (5,3 Millionen Tonnen). Die[...] |
![]() | Essen - Der Vorstand der RWE AG hat in seiner Sitzung am 24. Januar 2012 Hans Friedrich Bünting mit Wirkung zum 1. Juli 2012 zum Nachfolger von Fritz Vahrenholt als CEO der RWE Innogy GmbH bestellt. Bünting ist seit 1995 im RWE-Konzern und war in verschiedenen Managementfunktionen der RWE Energie AG, RWE Trading GmbH und RWE AG tätig, ehe er 2008 mit Gründung der RWE Innogy Mitglied der Geschäftsführung und deren CFO wurde. Fritz Vahrenholt soll zum 1. Juli 2012 in den neu zu konstituierenden Aufsichtsrat der RWE Innogy wechseln. Vahrenholt ist seit Gründung der RWE Innogy GmbH 2008 deren CEO und hat den Ausbau der Erneuerbaren Energien für den RWE-Konzern in den vergangenen Jahren maßgeblich gestaltet. Dr. Leonhard Birnbaum, Vorstand Kommerzielle Steuerung der RWE AG: „Fritz Vahrenholt hat RWE “erneuerbar“ gemacht und glaubwürdig als treibende Kraft für Zukunftstechnologien in Deutschland und Europa positioniert. Gleichzeitig hat er sich in herausragender Weise für den gesamten Konzern eingesetzt. Wir danken Fritz Vahrenholt für sein außergewöhnliches Engagement als CEO der Innogy. Wir freuen uns, dass er in seiner künftigen Rolle als Aufsichtsrat der Gesellschaft diesen strategisch für uns wichtigen Geschäftszweig weiterhin mit seiner Expertise begleiten wird und unserem Hause verbunden bleibt!“ Neuer CFO der RWE Innogy wird Dirk Simons, ebenfalls zum 1. Juli 2012. Derzeit ist Simons Finanzvorstand der RWE Transgas in der Tschechischen Republik und in Personalunion Leiter Finanzen der RWE East. Simons ist seit 1995 bei RWE und war vor der Übernahme der Position[...] |
![]() | Hamburg - Die Hamburger Conergy AG erzielte auf Basis vorläufiger Zahlen im vierten Quartal 2011 einen Umsatz von rund € 185 Mio. Für das Gesamtjahr liegt der Konzernumsatz im Rahmen der vom Unternehmen kommunizierten Erwartungen bei rund € 755 Mio. „Wir haben im Gesamtjahr branchenweit einen Preisverfall bei Modulen von mehr als 40% gesehen“, sagte der Conergy Vorstandsvorsitzende Dr. Philip Comberg. „In diesem schwierigen Marktumfeld sind unsere Umsätze zwar im Vergleich zu 2010 leicht zurückgegangen. Dank unseres starken internationalen Vertriebs konnten wir unsere Absatz-Volumina jedoch steigern.“ Das Unternehmen hat zudem im Schlussquartal 2011 die strategische Neuausrichtung unvermindert vorangetrieben. Neben dem über den Erwartungen liegenden Preisdruck wirkten sich abschließende Restrukturierungskosten in der Solarmodulproduktion in Frankfurt (Oder) negativ auf das operative Ergebnis vor Abschreibungen aus. „In 2011 führte die Neuausrichtung in unserem Werk in Frankfurt (Oder) zu erheblichen negativen Einmaleffekten – so auch zu abschließenden Sonderaufwendungen im 4. Quartal. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir mit diesem Schritt eine gute Basis für das Geschäftsjahr 2012 gelegt haben, das von einem anhaltend schwierigen Marktumfeld geprägt sein wird“, sagte Comberg weiter. Verzögerungen bei der Finanzierung von Projekten im Zuge der Finanzkrise vor allem in Griechenland, Spanien und Italien haben das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) ebenso belastet wie Wertberichtigungen auf Forderungen und die gezielte[...] |
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